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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Martin Rickenbacher und Christian Just:

Die amtliche Vermessung der Schweiz (1912–2012) und ihre Vorgeschichte

Cartographica Helvetica 46 (2012) 3–16

Zusammenfassung:

Die Vorgeschichte der amtlichen Vermessung ist länger als die Zeitspanne ihres Bestehens seit 1912: Bereits im 17. Jahrhundert wurden zu Steuerzwecken einzelne Zehntenpläne erstellt. In der kurzlebigen Helvetischen Republik entstand um 1800 auf politischer Ebene erstmals die Idee einer landesweiten Katastervermessung. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden vereinzelt Parzellarvermessungen mit dem Messtisch erstellt, währenddem in den Kantonen des Geometerkonkordats ab 1868 nach der Polygonmethode aufgenommen wurde. Aufgrund des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 wurde 1912 der Wandel vom Steuer- zum Rechtskataster vollzogen.

Der Hauptzweck der schweizerischen amtlichen Vermessung lag in der Erstellung der Grundbuchpläne als denkbar beste Beschreibung der einzelnen Grundstücke und als Bestandteil des Grundbuches. Die amtliche Vermessung wurde jedoch bereits von Anfang an nicht nur als Rechtskataster konzipiert, sondern hatte als Mehrzweckkataster auch der Kartografie, dem Meliorationswesen, der Orts- und Regionalplanung, dem Bau- und Forstwesen usw. zu dienen. Schliesslich erfolgte 1993 eine Reform der amtlichen Vermessung.


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