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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Corradino Astengo:

Der genuesische Kartograph Vesconte Maggiolo und sein Werk

Cartographica Helvetica 13 (1996) 9–17

Zusammenfassung:

Vesconte Maggiolo (ca. 1475 – ca. 1550) gilt als der bedeutendste Kartograph seiner Familie, die während über anderthalb Jahrhunderten das Monopol für die Kartenproduktion in der Republik Genua besass und während einer gewissen Periode sogar einen jährlichen Beitrag des Staates erhielt. Naheliegenderweise befasste er sich als Zeitzeuge der grossen Entdeckungen mit der Produktion nautischer Karten.

Heute sind noch 24 Karten und Atlanten Maggiolos bekannt. Alle sind grossartige Manuskripte. Mit Ausnahme der dekorativen Figuren, welche gelegentlich gestempelt und danach handkoloriert wurden, machte Vesconte Maggiolo von den neu entwickelten Drucktechniken keinen Gebrauch. Sein einziges Projekt einer gedruckten Karte, nämlich eine Weltkarte nach der von Martin Waldseemüller 1516 in Strassburg herausgegebenen Carta Marina, schlug fehl.

Da die Entdeckungen der führenden Nationen Spanien und Portugal als Staatsgeheimnisse behandelt wurden, zeigen Vesconte Maggiolos Karten nicht immer den neuesten Stand an. Doch verdient der letzte Atlas dieses genuesischen Meisterkartographen spezielle Aufmerksamkeit: Neben drei nautischen Karten beinhaltet er ebenfalls eine «Planisphäre», eine Synthese der von Maggiolo während seines langen Lebens gesammelten geographischen Kenntnisse.


Bibliographische Anmerkung

  • Artikel aus dem Italienischen übersetzt von Arthur Dürst und Ivo da Col, Zürich.

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