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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Urs Alfred Müller:

Alte Landkarten als kulturhistorische Quellen am Beispiel des Passlandes Uri (15. – 18. Jahrhundert)

Cartographica Helvetica 2 (1990) 2–8

Zusammenfassung:

Alte Karten eignen sich sehr gut als kulturhistorische Quellen, so zum Beispiel für das Inventar Historischer Verkehrswege der Schweiz (IVS).

Der Kanton Uri erschien erstmals 1495/1497 auf einer Karte von Konrad Türst. Vierzig Jahre später veröffentlichte Aegidius Tschudi seine umfangreiche geographische Beschreibung und eine ebenfalls südorientierte Karte. Weitere Karten von Johannes Stumpf (1548), Hans Conrad Gyger (1657), Johann Jakob Scheuchzer (1713) und Gabriel Walser (1756) folgten.

Auf allen diesen Karten ist der wichtige Saumweg durch das Reusstal über den Gotthard mit den bekannten Flussübergängen «Teufelsbrücke» (Stiebende Brugg) und «Häderlisbrücke» eingetragen.

Bemerkenswert sind auch die genaue Darstellung der Talschaftsgrenzen, der Sagengestalten (wie des Teufels mit seinem Stein) oder von topographischen Sehenswürdigkeiten (wie Wasserfällen). In der Karte von Walser sind viele weitere wirtschaftsgeschichtliche Informationen zu finden, so zum Beispiel über die Eisenerzminen im Maderaner Tal, über den Kristallhandel sowie über die Viehzucht, die neben der Säumerei die wichtigste Einnahmequelle des Kantons Uri bildete.


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