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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Ingrid Kretschmer:

Die Österreichische Kongo-Expedition 1885–1887: Ziele und Kartenergebnisse

Cartographica Helvetica 40 (2009) 3–16

Zusammenfassung:

Massenmedien berichteten im Jahr 2008 laufend von Unruhen und militärischen Aktionen in der Demokratischen Republik Kongo, somit in einem Raum, der vor ca. 120 Jahren erstmals auch zu den Zielgebieten österreichischer Forschungsreisender zählte.

Im Jahr 1888 veröffentlichte die k.k. Geographische Gesellschaft in Wien, die Vorläuferin der Österreichischen Geographischen Gesellschaft, den Rechnungsabschluss der österreichischen Kongo-Expedition, die weitgehend von dieser wissenschaftlichen Gesellschaft finanziert worden war. Eine weitere Querung des tropischen Afrika von West nach Ost war nach rund zwei Jahren erfolgreich zu Ende gegangen auf einer Reiseroute, die den Lauf des Kongo mit den ostafrikanischen Seen verband.

Das Ergebnis waren neben einzelnen landeskundlichen, petrographischen und ethnographischen Studien vor allem wertvolle Flusslaufkarten des Kongo-Stromes, die in zwei Blättern den unteren Kongo und in drei einheitlich gestalteten Blättern den mittleren Kongo darstellten. Diese erschienen mit zahlreichen Nebenkarten und zusätzlichen Umgebungskarten in erstaunlicher Schnelligkeit zwischen 1886 und 1890 in Wien. Sie waren zu ihrer Zeit die ersten Blätter des Kongo-Stromes im relativ grossen Massstab 1:400 000 und sollten vor allem der Kongo-Schifffahrt dienen, die damals unter dem Mangel an geeigneten Flusslauf- und Navigationskarten beträchtlich litt. Diese Blätter sind in kartographischen Fachkreisen relativ unbekannt geblieben.


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