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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Katharina Koller-Weiss:

Aegidius Tschudis grosse Manuskriptkarte des schweizerischen Raums und der angrenzenden Gebiete, um 1565

Cartographica Helvetica 32 (2005) 3–16

Zusammenfassung:

Der als Geschichtsschreiber bekannte Aegidius Tschudi (1505–1572) – seine Schweizerchronik hat mit ihrer Darstellung der Befreiungstradition das eidgenössische Bewusstsein bis weit ins 20. Jahrhundert hinein geprägt – zählt zu den Pionieren der schweizerischen Kartographie. Die 1538 im Druck erschienene Karte Nova Rhaetiae atque totius Helvetiae descriptio, in einem einzigen Exemplar der zweiten Auflage von 1560 erhalten, zeigt erstmals das ganze Gebiet der späteren Schweiz. Sie galt ein halbes Jahrhundert lang als beste Wiedergabe dieses Raums und wurde vielfach nachgeschnitten beziehungsweise nachgestochen.

Doch Tschudis eigenen Ansprüchen genügte sie nicht. Unter den von ihm handgezeichneten Karten im Nachlass befinden sich sechs Doppelblätter, deren Zusammengehörigkeit erst seit kurzem erkannt ist. Drei davon hat bereits Walter Blumer in seinen Umzeichnungen der Tschudi-Manuskriptkarten aneinandergefügt. Mit den drei weiteren ergeben sie die obere Hälfte einer nordorientierten Karte des schweizerischen Raums und der angrenzenden Gebiete, im folgenden «Grosskarte der Schweiz» genannt, deren untere, südliche, verloren scheint. Für die Region der Freigrafschaft Burgund sind Gilbert Cousins Landesbeschreibung und die Karte des Herzogtums Savoyen von Gilles Boileau de Bouillon als Vorlagen gesichert.


Bibliographische Anmerkung

  • Bearbeitete Version von: Tschudis Blick nach Westen – die Manuskriptkarte der Freigrafschaft Burgund. In: Aegidius Tschudi und seine Zeit. Hrsg. Katharina Koller-Weiss, Christian Sieber. Basel, 2002. S. 165–191.

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