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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Hans-Uli Feldmann:

Der Topograph Charles Jacot-Guillarmod (1868–1925): Einer der Pioniere der Schweizer Felsdarstellung

Cartographica Helvetica 31 (2005) 3–13

Zusammenfassung:

Charles Jacot-Guillarmod war ein sehr talentierter Topograph und dank seines Könnens unter anderem mitverantwortlich für die Felsdarstellung im Topographischen Atlas der Schweiz 1:25 000 respektive 1:50 000 (so genannte «Siegfriedkarte») – und dadurch auch in den heutigen Landeskarten. Obschon er während 24 Jahren (1890–1914) für das damalige Eidgenössische Topographische Bureau tätig war und erwiesenermassen viel zur Gestaltung der grossmassstäbigen Gebirgskarten beitrug, ist er in der Fachliteratur bisher praktisch totgeschwiegen worden. Diese Tatsache sowie die Art seiner Entlassung deuten darauf hin, dass er ein Opfer interner Rivalitäten geworden ist.

Nach seiner Entlassung aus dem Bundesdienst erstellte er 1914 auf der Basis von terrestrischen Aufnahmen seines Cousins und Himalaja-Forschers Jules Jacot-Guillarmod (1868–1925) zwei «topographische Skizzen» des Chogori ou K2 und des Kangchinjunga. Die beiden Originalzeichnungen im Massstab 1:50 000 mit einer Äquidistanz von 100 m bilden die ersten genauen Karten eines Himalaja-Massivs. Sie wurden 1925 lithographiert und im Bulletin de la Société Neuchâteloise de Géographie publiziert.

Von 1916 bis 1922 war Charles Jacot-Guillarmod an der Militärschule für Vermessung in Peking als Lehrer für Geodäsie und Topographie tätig. In die Schweiz zurückgekehrt zeichnete er verschiedene grossformatige Panoramen und 1923 die Felsdarstellung für die Carte du Mont Olympe, der ersten topographischen Karte dieses Bergmassivs im Massstab 1:20 000.


Bibliographische Anmerkung

  • Bearbeitete Version des Vortrages, gehalten am 12. Kartographiehistorischen Colloquium, Frankfurt am Main, 2. Oktober 2004.
  • Ebenfalls erschienen als: Der Topograph Charles Jacot-Guillarmod (1868–1925): Einer der Pioniere der Schweizer Felsdarstellung. In: Aspekte der Kartographie im Wandel der Zeit. Hrsg. Wolfgang Kainz, Karel Kriz, Andreas Riedl. Wien, 2004. (Wiener Schriften zur Geographie und Kartographie 16). S. 62–70.

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