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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Elri Liebenberg:

Die Kartierung von Südafrika unter britischer Herrschaft 1795–1910

Cartographica Helvetica 30 (2004) 23–34

Zusammenfassung:

Der Zusammenschluss der vier Territorien Kapkolonie (Kapland), Orange River Colony (Oranje-Freistaat), Natal und Transvaal zur selbstregierenden Südafrikanischen Union 1910 markierte das Ende der direkten britischen Kolonialherrschaft. Als Grossbritannien 1795 die Herrschaft über die Kapkolonie übernommen hatte, war das Land praktisch noch nicht kartiert. Mit Ausnahme der durch den Generallandmesser erstellten Katasterkarten der Kapkolonie und auf Einzelne zurückgehende Karten etwa von Grantham, Mair, Herfst, Jeppe, Merensky und Troye hatte sich daran bis zum Ausbruch des Zweiten Burenkriegs 1899 wenig geändert.

Die Ursache hierfür ist in der britischen Kolonialpolitik zu suchen, die beständig die kolonialen Ausgaben beschnitt und alle Vermessungs- und Kartierungsarbeiten ihren Kolonien überliess. Diesen chronisch finanzschwachen Kolonien erschienen topographische Karten keine vorrangige Verwaltungsnotwendigkeit, so dass für diese wie für das grundlegend benötigte trigonometrische Netzwerk kaum Mittel bereitgestellt wurden. Erst mit dem Ausbruch des Zweiten Burenkriegs wurde Grossbritannien seiner Versäumnisse schmerzhaft gewahr. Auch im Jahre 1910 war Südafrika noch nicht nach den damals üblichen Standards kartiert.


Bibliographische Anmerkung

  • Artikel aus dem Englischen übersetzt von Imre Josef Demhardt, Wiesbaden.

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