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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Fuat Sezgin (فؤاد سزكين‎):

Arabischer Ursprung europäischer Karten

Cartographica Helvetica 24 (2001) 21–28

Zusammenfassung:

Ohne die Leistung arabischer Geographen und Kartographen seit dem 9. Jahrhundert hätte das Weltbild der Europäer im vergangenen Jahrtausend wesentlich anders ausgesehen.

Eine Reihe von Fragen zur europäischen Geographie, die seit etwa anderthalb Jahrhunderten diskutiert werden, lassen sich nicht aus der europäischen Tradition, sondern nur im Lichte der im benachbarten islamischen Kulturkreis intensiv gepflegten mathematischen Geographie und Kartographie lösen. Zu den Überresten der arabisch-islamischen Kartographie gehören die Weltkarte und einige Teilkarten, die im ersten Viertel des 9. Jahrhunderts im Auftrag des Abbasidenkalifen al-Ma'mun von einer grossen Gruppe von Gelehrten geschaffen worden sind. Zu den Verdiensten islamischer Wissenschaftler wie beispielsweise al-Biruni, al-Idrisi und Abu l-Fida' zählt unter anderem die Entstehung der so genannten Portolankarten mit ihren Liniennetzen, der Ursprung der seit dem 13. Jahrhundert auf europäischen Karten auftauchenden Formen Afrikas und die genaue kartographische Darstellung der Dreiecksgestalt des Indischen Subkontinentes.


Bibliographische Anmerkung

  • Bearbeitete Version von: Der Kalif al-Mamun und sein Beitrag zur Weltkarte. In: Forschung Frankfurt 18, 4 (2000) S. 22–31.
  • Vgl. auch: Richtigstellung. In: Cartographica Helvetica 25 (2002) S. 53.

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