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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Irma Noseda:

Die grosse Landnahme zu Lasten der Gewässer im 19. Jahrhundert: am Beispiel der Linth-Korrektion

Cartographica Helvetica 23 (2001) 27–34

Zusammenfassung:

Ausgerechnet jene Schweizer Landstriche, die heute am dichtesten besiedelt, industriell und verkehrstechnisch am intensivsten genutzt werden, waren noch um 1800 kaum nutzbare Überschwemmungslandschaften. Die Voraussetzung für die nachhaltigste zivilisatorische Veränderung des wasser- und tälerreichen Lebensraumes Schweiz schufen die Flusskorrektionen des 19. Jahrhunderts. Pionierwerk war die Linth-Korrektion von 1807 bis 1816/23. Deren Baugeschichte ist zugleich ein Kapitel Sozial-, Kultur-, ja Landschaftsgeschichte der Schweiz an der Schwelle zur Moderne.

1804 wurde Hans Conrad Escher (1767–1823) zum Präsidenten der Expertenkommission gewählt. Unter seiner Leitung erfolgte die Ausführung des Projektes: Die Glarner Linth (Escher-Kanal) wurde in den Walensee umgeleitet, der als natürliches Staubecken wirkte. Von dort floss die gezähmte Linth als Kanal (Linth-Kanal) in den Zürichsee. Zur Finanzierung dieses riesigen Projektes wurde – erstmalig in der Schweiz – eine Aktiengesellschaft gegründet.


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