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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Klaus Aerni:

Die Gemmi – Von der Verbindung zum Weg

Cartographica Helvetica 19 (1999) 3–15

Zusammenfassung:

Der Beitrag untersucht die Darstellung des Gemmipasses auf Karten in Raum und Zeit. Einleitend wird die Topographie der Passlandschaft mit ihren naturgegebenen Passagemöglichkeiten dargestellt. Es folgt eine Übersicht der Verkehrsgeschichte der Gemmipässe von den Anfängen bis zur ersten Darstellung auf einer Karte, jener von Konrad Türst (1495/1497), verbunden mit Hinweisen auf die im Gelände heute noch sichtbaren Wegrelikte aus jener Zeit. In den Karten aus der frühen Neuzeit wird der Wandel von der blossen Nennung der Verbindung über die mit Hans Conrad Gyger 1657 beginnende erste Stufe einer Wegsignatur bis zur linearen Darstellung des Weges bei Alexis-Hubert Jaillot 1702, Johann Jakob Scheuchzer 1712 und späteren Autoren verfolgt. Dabei wird auch die Einwirkung panoramaähnlicher Ansichten der Daubenwand auf die Signaturensprache dargestellt.

Der Meyer-Weiss-Atlas von 1796/1802 und einige Karten aus dem frühen 19. Jahrhundert leiten über zu den modernen Karten. Eine geländearchäologische Untersuchung illustriert, dass in der Passlandschaft an der Gemmi mehr Routenverläufe vorhanden sind und dass damit wesentlich mehr historische Wegsubstanz erhalten ist, als die modernen Karten angeben.


Bibliographische Anmerkung

  • Bearbeitete Version von: Die Gemmi – Von der Verbindung zum Weg. In: Der Weltensammler. Eine aktuelle Sicht auf die 16 000 Landkarten des Johann Friedrich von Ryhiner. Hrsg. Thomas Klöti, Markus Oehrli, Hans-Uli Feldmann. Murten, 1998. (Cartographica Helvetica Sonderheft 15). S. 19–24.

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