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Cartographica Helvetica


Zusammenfassung

Thomas Klöti:

Das Probeblatt zum «Atlas Suisse» (1796)

Cartographica Helvetica 16 (1997) 23–30

Zusammenfassung:

In diesem Artikel wird die Entstehung und Bedeutung der Carte d'une partie très interessante de la Suisse aufgezeigt, die 1796 als Probeblatt zum Atlas Suisse herausgegeben wurde. Der Atlas Suisse stellt in der schweizerischen Kartographie einen wichtigen Markstein dar. Dieses von 1796 bis 1802 erschienene 16-blättrige Kartenwerk im Massstab 1:120 000 blieb bis zur Herausgabe der Dufourkarte unübertroffen. Der Aarauer Fabrikant Johann Rudolf Meyer liess aus privater Initiative von Johann Heinrich Weiss und Johann Eugen Müller zuerst ein Relief für die ganze Schweiz und davon abgeleitet den Atlas herstellen.

Das vorliegende Probeblatt, das noch südwestorientiert ist und nicht dem endgültigen Blattschnitt des nordorientierten Atlas Suisse entspricht, wurde 1796 veröffentlicht. Auch verschiedene inhaltliche Details wie Strassen und Einzelsignaturen wurden später noch abgeändert. Geblieben ist die bereits sehr eindrucksvolle Geländedarstellung mittels Schraffen sowie als Novum eine zweite Kupferplatte, mit der die Gletscher und schneebedeckten Berge blau gedruckt wurden. Das Blatt zeigt hauptsächlich das Gebiet des Berner Oberlandes, das damals touristisch bereits sehr bekannt war.


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